Wetterextreme

... mit den 1996 veröffentlichten Ergebnissen des IPCC, das der Frage:” Ist das Klima wechselhafter oder extremer geworden?” einen eigenen Abschnitt gewidmet hat (1996a: 168ff). Es kam zu dem Schluß:
“Insgesamt läßt sich nicht nachweisen, daß extreme Wettereignisse oder Klimaschwankungen, global gesehen, im zwanzigsten Jahrhundert zugenommen haben, obwohl die Daten und Analysen unzureichend und unvollständig sind. Auf regionaler Ebene gibt es eindeutige Veränderungen bei manchen Extremen und Indikatoren für Klimaschwankungen. Manche dieser Veränderungen tendierten zu größeren, andere zu geringeren Schwankungen.« (Ebd.: 173) Im neuen Bericht von 2001 hat das IPCC lediglich festgestellt, daß es mehr Niederschläge und mehr heftigen und extremen Niederschlag gab .... Allerdings wird bei tropischen und außertropischen Stürmen »die Stärke und Frequenz von interdekadalen bis multidekadalen Schwankungen beherrscht, bei denen sich keine langfristigen Trends erkennen lassen« (2001a: 2. executive summary). Außerdem »sind in bezug auf die Häufigkeit von Orkanen, Gewittern oder Hagelschlägen in den untersuchten Gebieten keine systematischen Veränderungen zu erkennen.”
Quelle: Apocalypse No !, S. 341
IPCC

Kein Anstieg in der Auftrittsrate extremer Hochwasser

Das Hochwasser der Elbe im August 2002 gab Anlass zu der Spekulation,
dass der anthropogene Treibhauseffekt zu einem Anstieg der Auftrittsrate
derartiger Extremereignisse im Klimasystem fuehre. Anhand historischer
Aufzeichnungen und Abflussdaten wurden jetzt am Leipziger Institut fuer
Meteorologie Hochwasserchronologien fuer die Fluesse Elbe und Oder
erstellt, die lueckenlos zurueck bis ins 11. Jahrhundert reichen. Wie
die Forscher um den Klimatologen Dr. Manfred Mudelsee in der aktuellen
Ausgabe des Magazins "Nature" nachweisen, gab es fuer beide Fluesse
innerhalb der letzten 80 bis 150 Jahre keinen signifikanten Anstieg der
Hochwasserauftrittsrate.
Quelle: Manfred Mudelsee, Michael Börngen, Gerd Tetzlaff & Uwe Grünewald
No upward trends in the occurrence of extreme floods in central Europe
Dr. Manfred Mudelsee, www.manfredmudelsee.com

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nformationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universitaet Bonn, 06.01.2003

Rhein-Anwohner bekommen immer oefter nasse Fuesse


Vollgelaufene Keller, ueberspuelte Promenaden, Millionenschaeden an
Haeusern und Parkanlagen: Anwohner des Rheins haben momentan wieder zu
leiden - wie in den letzten Jahrzehnten immer haeufiger: Fast jedes Jahr
naehern sich die Rheinhochwasser inzwischen kritischen Pegelstaenden;
nur vierzehn Monate lagen zwischen den beiden letzten
"Jahrhunderthochwassern" im Dezember 1993 und im Januar 1995. Den Grund
dafuer sieht Professor Dr. Juergen Pohl vom Geographischen Institut der
Universitaet Bonn vor allem in der Flussbegradigung und in der
zunehmenden Oberflaechenversiegelung; ueber den Einfluss der
Klimaaenderung liessen sich dagegen heute noch keine gesicherten
Aussagen machen.

"In den letzten Jahrzehnten haben die Hochwassermeldungen zwar eindeutig
zugenommen", erklaert Professor Dr. Juergen Pohl. "Allerdings kennen wir
aus der Zeit vor der Industrialisierung katastrophale Hochwasser mit
wesentlich hoeheren Wasserstaenden - beispielsweise das von 1784, das um
Meter ueber denen von 1993 und 1995 lag." Grund: Frueher fror der Rhein
im Winter regelmaessig zu; im Fruehjahr konnten die Eisschollen dann
Barrieren bilden, an denen sich das Wasser zu kuenstlichen Seen staute.
Wenn diese Barrieren brachen, ergossen sich ungeheure Wassermassen
talabwaerts. "Aufgrund der gesteigerten Fliessgeschwindigkeit und der
Einleitung von - relativ warmem - Ab- und Kuehlwasser sind diese
'Eishochwasser' selten geworden. Zum letzten Mal ist der Rhein vor
fuenfzig Jahren zugefroren", erklaert Professor Pohl.

Dennoch seien gravierende Hochwasser haeufiger als frueher - unter
anderem, weil die Flussbegradigung im Oberrheintal Deutschlands
maechtigstem Strom natuerliche Ausweichmoeglichkeiten genommen habe.
Auch die Nebenfluesse des Rheins sind vielfach fuer die Schiffahrt
begradigt worden - "daher laeuft das Wasser aus den Zufluessen schneller
in den Rhein; die kleinen Hochwasserwellen der Nebenfluesse koennen sich
dort dann zu einer groesseren Welle addieren." Die zunehmende
Oberflaechenversiegelung durch Strassen und Siedlungsbau sorge zudem
dafuer, dass weniger Wasser versickere, sondern vermehrt direkt in den
Rhein fliesse. "Vor allem die immer staerkere Bebauung der Auenbereiche
verstaerkt die Hochwassergefahr fuer die flussabwaerts liegenden
Anwohner."

Ob auch die Klimaaenderung bei der Entstehung der Hochwasser eine Rolle
spiele, sei noch nicht sicher. "Frueher lag aber wahrscheinlich
haeufiger eine geschlossene Schneedecke in Mitteleuropa. Darueber
bildete sich ein stabiles Kaeltehoch, das die atlantischen
Tiefauslaeufer mit Schnee und Regen von Deutschland fernhielt." Im
Grunde sei das Rheingebiet uebrigens nicht besonders
hochwassertraechtig. Die Bonner Geographen versuchen an seinem Beispiel
zu verstehen, welche Faktoren zu einer Verstaerkung der Hochwassergefahr
fuehren und welche Rolle der Mensch dabei spielt.

Ansprechpartner fuer die Medien: Professor Dr. Juergen Pohl,
Geographisches Institut der Universitaet Bonn, Tel.: 0228/73-7382 oder
-2007, Fax: 0228/73-5393, E-Mail: pohl@giub.uni-bonn.de
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Informationsdienst Wissenschaft e. V. - idw -
Ein Projekt der Universitaeten Bayreuth, Bochum und der TU Clausthal
Im WWW: http://idw-online.de/
Kontakt-Adresse: service@idw-online.de


Quelle: FOCUS 2002.34

Hurrikans in USA
Kein Anzeichen für negativen Klimawandel


Quelle: J. Daly “Still Waitung for Greenhouse”, Daten: Tropical Prediction Center

Tote durch Tornados in USA


 Quelle: World Climate Report und Originalartikel
Daten: National Weather Service, USA

Extreme: Häufigkeit warmer Monate in der Schweiz

Das 20. Jhdt. hatte vergleichsweise wenige warme Monate. Zwischen 1530 und 1730 waren warme Monate wesentlich häufiger bei gleichzeitig niedrigeren Mitteltemperaturen (kleine Eiszeit) als heute. Das steht im Widerspruch zu der These, dass höhere Mitteltemperaturen automatisch zu mehr warmen Extremen führen. Die Studie, aus der diese Grafik stammt, kommt an anderer Stelle zum gegenteiligen Ergebnis, ohne auf die Zeit vor 1900 einzugehen. Das scheint ein wirklicher Widerspruch zu sein. Da hat wohl jemand etwas übersehen. An der Studie waren 24 Wissenschaftler beteiligt.

Quelle: 1.3. Extremereignisse in der Schweiz aus Extremereignisse und Klimaänderung
 

Zum Beispiel der Winter 1607: “Dieses Jahr begann mit einer thermischen Anomalie: Der Winter war extrem warm und sehr trocken - ein Rekordwinter. Zeitgenossen sprachen sehr drastisch von “keinem Winter” mit wenig Frost und Schneefalltagen, selbst kleinere Bäche blieben eisfrei. Bereits im Februar wurde die Aussaat verrichtet, in der gleichen Zeit sollen schon Veilchen geblüht haben” (1)
Wie aus obiger Grafik zu entnehmen ist gab es vor 1720 mehr und wärmere warme Winter als im 20. Jhdt.

 

Die Winter in Europa ab 1500
1. Quelle:
Glaser, Rüdiger, Klimageschichte Mitteleuropas, 1000 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen ISBN 353414687-5
große Grafik

KlimaNotizen Newsletter Nr.9:
Wetterextreme :
Hurrikans - Katastrophen aus dem Nichts

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KlimaNotizen Newsletter Nr.8:
Wetterextreme : Tornados - eine windige Geschichte
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KlimaNotizen Newsletter Nr.7:
Wetterextreme: Hochwasser – Ist der Würfel gezinkt ?
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Und daher ist KlimaNotizen selbst auch nicht ausgewogen.
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